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candARCH.de - Newsletter #07 vom 19. März 2003
Deutsche Bibliothek ISSN 1618-5250
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Liebe Freunde des Architekturstudiums,

wäre es etwa übertrieben zu behaupten, candARCH.de und archinoah.de seien das dreamteam für Architekturstudenten?

Naja gut, ein bisschen übertrieben vielleicht, das BauNetz ist natürlich auch nicht schlecht ;-)

Jedenfalls haben sich die beiden erstgenannten zusammengetan, um gemeinsam etwas anzubieten, was weder das BauNetz noch sonstjemand hat: Ein leistungsfähiges Forum für alle Studenten des Bauwesens, also nicht nur der Architektur. Wir haben es tektorum.de getauft und hoffen, Euch damit ein echtes Arbeitswerkzeug für's Studium bieten können: http://www.tektorum.de

Um einem Missverständnis vorzubeugen: candARCH.de und archinoah.de haben nicht fusioniert und bleiben unabhängig voneinander bestehen. Dennoch war genau dieses gemeinsame Projekt der Grund, warum dieser Newsletter so lange nicht erschienen ist. Ich schreibe aber auch nicht mehr allein, sondern habe Verstärkung bekommen. Maike Schulz - sie studiert an der FH Kiel - hat jetzt die Finger mit im Spiel.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen.


Daniel Vieser


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I N H A L T

[0] Der Rubert Neudeck unter den Architekten
[1] Faule Professoren?
[2] Einsparpotenzial
[3] Für Echt entwerfen
[4] Linktipps
[5] In eigener Sache
[6] Impressum
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[0] Der Rubert Neudeck unter den Architekten (dv)

«Architects for People in Need» ist eine Organisation, die der Münchner Architekt Alexander Christof nach der Erfahrung einer Irak-Reise vor knapp zwei Jahren gründete. Er machte sein eigenes Büro dicht und arbeitete zunächst auf dem Balkan am Aufbau von Flüchtlingsunterkünften, die sich später für den sozialen Wohnungsbau nutzen lassen - und dies nach eigener Aussage für das gleiche Geld und in der gleichen Zeit, die sonst für Zelt- und Container-Camps aufgewendet wird.
Mit finanzieller Hilfe der Europäischen Union sorgt er im Irak für die Reparatur von Krankenhäusern und Kläranlagen und bildet Iraker für diese Tätigkeiten aus. Das Szenario, das er durch den wohl unvermeidlichen Krieg der USA gegen das irakische Regime erwartet, ist eine menschliche Katastrophe - und düster für seine eigene Arbeit. Die Nachbarstaaten scheinen auf diesen Fall besser vorbereitet zu sein, als der Irak selbst. Die Wasserversorung wird dabei als größtes Problem eingeschätzt.
>> http://www.apn-ev.org

>> http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0,1872,2024544,00.html
>> http://www.taz.de/pt/2002/11/01/a0169.nf/text
>> http://portale.web.de/Schlagzeilen/News/?msg_id=2589290]


[1] Faule Professoren? (dv)

Während es in den meisten Studiengängen wohl eher die Regel ist, daß Professoren fünf Tage pro Woche im Dienste ihrer Lehranstalt stehen, scheint es an Fakultäten und Fachbereichen der Architektur eher die Ausnahme zu sein. Es gibt kaum einen Professor, der nicht 'nebenbei' praktiziert und womöglich noch in der Hochschule seinen privaten Geschäften nachgeht. Die praktische Tätigkeit neben der Lehrtätigkeit wird dann gerne als Forschung bezeichnet und der vertraglich geregelte Stundenumfang in der Lehre nicht erfüllt. Der Erfolg im Büro geht oft zu Lasten der Präsenz an der Hochschule und damit zu Lasten der Studierenden.
Sehr erfolgreich mit seinem Büro war möglicherweise der Berliner Architekt Christoph Langhof von der Uni Innsbruck. Er wurde von seiner Universitätsleitung vorläufig supendiert mit der Begründung, zu wenig Zeit an der Universität zu verbringen. Ein Vorgang, der in Deutschland kaum denkbar ist, aber oftmals sicher berechtigt wäre.
Eine revolutionäre Maßname hat jetzt sogar die FH Hildesheim/Holzminden/Goettingen ergriffen: Als erste Hochschule Deutschlands bezahlt Sie neu berufene Professoren ab sofort leistungsabhängig. Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Grundgehalt gibt es einen variablen Anteil, der sich nach der Leistung richtet - und die wird unter anderem von den Studenten bewertet.
>> http://www.hrk.de/beschluesse/1915.htm
>> http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=58724]
>> http://www.spiegel.de/unispiegel/geld/0,1518,234015,00.html

>> http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,234314,00.html
>> http://www.BauNetz.de/db/news/?news_id=76462]

Da dies unter Studierenden eine oft geführte Debatte ist, gibt es auf tektorum.de jetzt eine Diskussion dazu:
>> http://www.tektorum.de/showthread.php?threadid=268]



[2] Einsparpotenzial (ms)

Wenn man sich für ein Architekturstudium entscheidet, weiß man trotz vieler Warnungen anderer Absolventen eigentlich nicht, was wirklich auf einen zukommt: Klar, dass es ein zeitintensives Studium ist; aber mal ehrlich: Wann habt Ihr zum letzten mal die Sonne gesehen? Irgendwas ist immer.

Aber warum muss das Studium noch dazu so teuer sein? Das hab ich mich schon häufig gefragt. Sowohl die Fachliteratur als auch Zeichenzubehör und Modellbaumaterial sind ungerecht teuer. Als ob Architekturstudenten völlig isoliert sind von den Geldproblemen der Studenten anderer Fachrichtungen. Vielleicht sollte man sich nicht zu laut beschweren, immerhin gibt es Deutschland keine Studiengebühren. Trotzdem: wenn man die Augen offen hält, kann man eine Menge Geld sparen.
Es gibt besonders im Internet einige Läden, bei denen man zu angemessenen Preisen z.B. Papier, Schablonen, Farben, Stifte aber auch Modellbaumaterial, Figuren usw. bestellen kann. Dabei ist es immer gut, sich mit anderen zusammen zu tun und eine größere Bestellung aufzugeben, um eventuelle Versandkosten zu sparen oder bessere Preise zu erzielen. Der Preisvergleich fällt dabei überraschend aus, überzeugt Euch selbst z.B. unter:
>> http://www.zeichen-center.de
>> http://www.braune-kuenstlerbedarf.de
>> http://www.kirch-gmbh.de
>> http://www.zeichenbedarf-wersig.de
>> http://www.architekturbedarf.de
>> http://www.modulor.de


[3] Für Echt entwerfen (dv)

Nicht jeden stört es, immer und immerwieder für den Papierkorb zu entwerfen. Natürlich geht es in erster Linie um's Lernen, ein Gefühl zu entwickeln für Proportionen, Farben und Materialien. Aber am gebauten Objekt erfährt man doch am meisten. Und motiviert es es nicht viel mehr, für eine reale Bauaufgabe zu arbeiten, in der Hoffnung, daß die eigenen Ideen letztlich auch im 1:1-Maßstab verwirklicht werden? Oft locken die Lehrstühle ja auch mit dieser Aussicht, aber meistens verlaufen solche Ankündigungen einfach im Sande, sobald die Schlußpräsentation stattgefunden hat. Bei Wettbewerben ist es oft nicht anders.
Aber es gibt Beispiele für Projekte, die es offensichtlich geschafft haben, der 'Ablage Rund' zu trotzen. Da gibt es zum Beispiel eine Studentengruppe an der HfbK Hamburg, die am eigenen Hochschulgebäude die Sonnenfalle "Kleine Schwester" realisierte:
>> http://www.photon.de/news/news_panorama_02-04-57_sonnenfalle.htm
>> http://www.gebaeudetechnik-hfbk-hamburg.de
>> http://195.27.218.92/archiv/2002_3/17.pdf (Achtung: PDF-Dokument)
Oder der Archikubus, ein Experimentalbau des Fachbereichs Architektur und Städtebau der Universität Siegen, der Raum für Ausstellungen und studentische Arbeitsplätze bietet:
>> http://www.architektur.uni-siegen.de/Archikubus/
>> http://lab42.architektur.uni-siegen.de
Oder Ralf van der Kamp von der FH Münster, der im Rahmen seiner Diplomarbeit ein neues Fußballstadion für den SC Preußen Münster entworfen hat und damit bei der Geschäftsführung des Vereins offene Türen einrannte - sie haben ihm die Pläne vorsorglich schonmal abgekauft:
>> http://www.dradio.de/cgi-bin/es/neu-campus/4653.html
>> http://www.europawelt.de/pw_version1/html/stadion/zukunft/zukunft.html
Erhard An-He Kinzelbach und Till Schweizer gewannen 1998 den Wettbewerb "Stuttgarter Pavillon" und durften ihren Entwurf realisieren, der mittlerweile das Internetcafé der Uni Stuttgart beherbergt - seltsamerweise im EG des KII (ojeeh, Dach nicht regentauglich?):
>> http://www.stuttgarter-pavillon.com/real98/real.html
>> http://www.uni-stuttgart.de/uni-kurier/uk84_85/nachrichten/nb7.html
Der Lehrstuhl für Baukonstruktion (Tragwerklehre) an der RWTH Aachen ist ein ganz rühriger und hat unter Beteiligung von Studenten schon einige sehr anspruchsvolle Projekte realisiert:
>> http://arch.rwth-aachen.de/twl/www.twl/
Studenten der BTU Cottbus realisierten zeitgenössische Pavillons für den Fürst-Pückler-Park Bad Muskau:
>> http://www.tu-cottbus.de/BTU/TU-Profil/Nr45/A070.html
>> http://www.froehlich.onlinehome.de/muskau.html
Wismarer Architekturstudenten planen mit chinesischen Studenten ein Internationales Begegnungszentrum im Shenyang, das ebenfalls realisiert werden soll (abwarten):
>> http://www.ostsee-zeitung.de/AnswerData/ar/start_145842.html


[4] Linktipps

[Flash - manchmal richtig schön]
Flash ist eine schicke Sache, wenn man damit umzugehen weiß. Aber viel zu oft nervt es einfach: "skip intro!" Auf der Seite der John Cranko-Gesellschaft sollte man aber mal eine Ausnahme machen, denn hier waren Könner am Werk - Studenten der Fachhochschule Stuttgart (Hochschule der Medien). Kaum features, aber einfach schön und nicht Architektur - sondern Ballett:
>> http://www.johncrankogesellschaft.de

[Architektur studieren?]
Bei einigen naht die Entscheidung: "Architektur studieren oder doch lieber Techno- und Wirtschaftsmathematik (oder so)?" Dieser Artikel sagt: "Nur Mut und Geduld!"
>> http://jobstimme.stimme.de/wie_werde_ich/0,-1995864243,0,0,0,0.html

Hochschulranking des Stern:
>> http://www.stern.de/hochschul-ranking/jsp/ranking/
Im abimagazin fand sich der Artikel "Frauen in technischen Berufen" (Wer hat hier die Hosen an?):
>> http://www.abimagazin.de/200106/05.pdf (Achtung: PDF-Dokument)
Oder doch nicht studieren und Bauzeichner werden?
>> http://www.tiscali.de/jobs/jobs_center_DPA_Ba.8042120.html

[Stadt oder Computer: Muß einer gehen?]
Erübrigt sich das Modell "Stadt" mit Computer und Internet? Vittorio Magnago Lampugnani sieht das anders - im Gegenteil. Und er hat ein Buch darüber geschrieben:
>> http://www.dradio.de/cgi-bin/es/neu-pol-buch/180.html


[5] In eigener Sache

[Die FH/Uni/Akademie-Umfrage]
>> http://www.candarch.de


[6] Impressum
Redaktion:
Daniel Vieser (dv) (V.i.S.d.P), Lachnerstr. 17, 76131 Karlsruhe
Maike Schulz (ms), Steinstrasse 8, 24118 Kiel


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